Die Zusammensetzung von Teams
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Teams werden stark, wenn sie nicht nur ähnlich, sondern klug gemischt sind: komplementäre Skills, klare Spielregeln und echte Motivation statt „Kultur-Klonen“. Passung heißt Beitrag – wer seine Stärken wirksam einbringen kann, schafft Vertrauen und Wirkung.

 

Prinzip 1: Nicht „ähnlich“, sondern komplementär

Viele Teams sind zu einseitig besetzt: zu viele gleiche Profile, zu wenig Gegenperspektive. In kollaborativen Formaten wie Hackathons wird deshalb explizit betont, dass diverse Skills ein zentraler Erfolgsfaktor sind.

Praktische Rollen-Mischung (funktional, nicht hierarchisch):
- Outcome-Owner (hält Ziel, Wertbeitrag, Stakeholder-Alignment)
- Delivery/Execution (macht aus Plan Realität, taktet, räumt Blocker ab)
- Quality/Risk (denkt in Standards, Kundensicht, technische/operative Risiken)
- Discovery/Innovation (stellt bessere Fragen, testet Hypothesen)
- People/Communication (moderiert Konflikte, sichert Verständigung)
Wichtig: Eine Person kann mehrere Anteile abdecken – aber das Team sollte alle Anteile besetzt haben.

Prinzip 2: Klarheit reduziert Stress – und macht Denken möglich

Wenn der Teampartner „unbestimmt und immer wieder anders“ ist, bedeutet das Stress.
In Teams zeigt sich das als „interpretationsfreundliche“ Sprache: schwammige Erwartungen, dehnbare Verantwortungen, unklare Prioritäten. Das killt nicht nur Effizienz – es macht Menschen innerlich vorsichtig, defensiv, misstrauisch.

 

Prinzip 3: Passung heißt nicht Gleichheit – sondern Beitrag

Potentialentfaltung in Gemeinschaften ist hier der Kern: Eine Gruppe wird dann stark, wenn sie nicht verwaltet, sondern Entfaltungsräume schafft – also wenn Menschen sich als Gestaltende erleben.
Die Teamfrage lautet dann: Kann diese Person hier ihre Stärken wirksam einbringen – und wird das auch gebraucht?

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